Am Freitag, den 25.01.2019 gab es für die Klassen 9-11 eine Theateraufführung in der Turnhalle. Das Stück "Wilhelm Tell" von Friedrich Schiller wurde aufgeführt. Das Bemerkenswerte daran war, dass dies durch nur eine Person geschah, die durch ständigen Rollenwechsel die einzelnen Rollen verkörperte und spielte. Zuerst dachte ich nicht, dass das überhaupt möglich ist, aber er stellte sie am Anfang zunächst alle vor und charakterisierte sie dann anhand ihrer Eigenschaften. So spuckte er zum Beispiel beim Fährmann und stellte sich dumm bei der Verkörperung der Wachen. Damit wurden verschiedene Identitäten geschaffen. Auch, wenn ich ihn durch den Stimmwechsel nicht immer ganz verstehen konnte, verstand ich trotzdem die Handlung und das, was er beabsichtigen wollte. Zudem fand ich es abwechsungsreich, dass er das Publikum so gut einbezogen hat. Das Stück an sich war teilweise langatmig, wurde aber durch Einbeziehen des Publikums (zum Beispiel bei der Demonstration oder durch seine Witze) von der Stimmung her wieder gehoben.  Der Höhepunkt des Stückes war dann die Apfelschussszene, bei der Wilhelm von dem Kopf seines eigenen Sohnes einen Apfel abschießen musste, um frei zu kommen. Ich überlegte, wie diese  Szene umgesetzt werden könnte, da der Schauspieler alleine war und er den Apfel treffen musste. Im Anschluss vom Stück fand noch eine Fragerunde statt, bei der von einigen Schülern anhand von Umfragen die Meinung hören wollte und zum Nachdenken anregte.
Insgesamt fand ich das Theaterstück gut, da es mal was neues war zu sehen, wie ein Theaterstück mit 7 oder mehr verschiedenen Rollen nur von einer Person gespielt wurde. Ich würde mir auf jeden Fall wieder 1-Mann-Aufführungen anschauen und der Sache erneut eine Chance geben.

 

Das Theaterstück „Wilhelm Tell“ war eine interessante Erfahrung für mich, da ich noch nie zuvor ein Einmann-Theaterstück gesehen habe. Der Schauspieler hat leider sehr undeutlich geredet, sodass man einige Szenen nicht gut verstanden hat. Da er das Drama aber von Wilhelm Tells Sohn erzählen ließ, wurden manche Szenen nochmal zusammengefasst und dadurch besser verständlich. Durch kleinere Witze wurde ein guter Bezug auf unsere Zeit geschaffen. So stellte er in der Anfangsszene eine Figur mit Kopftuch vor – zu Wilhelm Tells Zeiten noch kein Problem. Auch die Arbeit mit dem Publikum ist ihm sehr gut gelungen, zum Beispiel als wir den wütenden Mob gespielt haben. Die Idee, mit den Hüten die Personen zu wechseln, finde ich brillant, da so die Charaktere besser und logischer gewechselt werden konnten. Jedem Charakter hat er eine bestimmte Eigenheit zugewiesen. So spuckte er zum Beispiel immer, sobald er den Fischer spielte. Auch die Stühle wurden mehrfach neu eingesetzt, beispielsweise als Boot oder Leiter. Wenn er die Rollen wechselte, verstellte er meist seine Stimme, was zum besseren Verständnis dienen sollte. Leider funktionierte das nur bedingt, da man ihn dann teilweise nicht mehr verstanden hat. Die Apfelschussszene ist eine der berühmtesten überhaupt und ich hätte nicht erwartet, dass er wirklich schießt, doch das hat er getan und die Spannung damit wieder erhöht. Dennoch waren manche Szenen, wie die Szene mit dem Fischer zu Beginn des Stückes, sehr langatmig. Mir gefallen Einmann-Theaterstücke nicht, trotzdem würde ich dem Ganzen nochmal eine Chance geben, da es nicht mein Thema war.

 

(9L, 26.02.2019/BC)

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