Die Fachschaft Deutsch

ist – die zahlenmäßig größte Fachschaft am Elisabeth-Gymnasium,
ist – vernetzt mit den Fächern Kunst, Musik, Darstellen und Gestalten, Geschichte, Ethik, Religion,
ist – durch das muttersprachliche Prinzip, welches Grundlage für alle Fachdisziplinen ist, permanent auf dem Weg, die Bedeutung der eigenen Sprache zu unterstreichen und in den Mittelpunkt zu stellen,
ist – im außerschulischen Bereich vielseitig aktiv (Besuche von Theaterveranstaltungen, Lesungen, Kinovorführungen, Teilnahme an Wettbewerben in den Bereichen Lesen und kreatives Schreiben …) und möchte somit kulturelle Bildung in der Schule verankern,
sieht – die Sprache als Herz, als Wörterbuch der Seele.

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„Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft.

Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.“ (Buddha)

 

Lesenacht

Am 07.02.2019 besuchten die Klassen 8F1 und 8L2 die Waldorfschule Eisenach im Rahmen einer Aufführung des Theaterstückes "Tintenherz". Ihre Eindrücke fasst der folgende Beitrag kurz und knapp zusammen.

 

 

"Das Theaterstück erzählt eine Geschichte aus dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke. Die Schüler der Waldorfschule Klasse 8 haben ein sehr schönes Bühnenbild erschaffen, außerdem alle Texte einstudiert und in nur 4 Wochen ein sehr komplexes und fast 2 stündiges Stück geprobt. Inhaltlich geht es um Maggie, die Tochter von Zauberzunge, dieser besitzt die Fänhigkeit, Menschen und Gegenstände aus Büchern zu lesen. Als er versehentlich eine böse Gestalt aus einem seiner Bücher herausliest, schwebt er fortan in großer Gefahr... "

 

"Eine kreative Idee waren die  -lebendigen-  Buchstaben, welche verschiedene Tanzeinlagen vorgeführt haben. Außerdem waren die musikalischen Beiträge sehr gut."

 

 

"Die Waldorfschüler haben das Stück nach dem gleichnamigen Buch von Cornelia Funke szenisch dargestellt, 3 Schüler zeigten auch noch ihr musikalisches Talent. Das Stück enthielt spannende aber auch lustige Szenen, die von Schauspielern sehr gut verkörpert wurden."

 

"Alles in allem war der Besuch des Stückes sehr lohnenswert, da beispielsweise Effekte mit Schwarzlicht und Nebel alles spannender und lebendiger gemacht haben."

 

 "Uns hat das Theaterstück sehr gut gefallen, daher können wir es nur weiterempfehlen."

 

(8F1, 08.02.2019/BC)

Sollte der Besuch von NS-Gedenkstätten wie Buchenwald oder Auschwitz zum Pflichtprogramm  für Schüler allgemeinbildender Schulen werden?
Die Frage stellen sich nicht nur Politiker wie z.B. der Präsident der Kultusministerkonferenz Helmut Holter, sondern auch Schüler unserer Schule. Felix Pietschmann aus der Klassenstufe 11 legt in seiner Erörterung seine persönliche Position mit überzeugenden Argumenten dar:


Vor einigen Jahren besuchte ich mit meinen Eltern Berlin. Dort besuchten wir auch das Holocaust-Mahnmal, welches sich in der historischen Mitte Berlins befindet. Auch wenn es schon einige Jahre zurückliegt, kann ich mich erinnern, dass meine Eltern mir erklärten aus welchem Grund diese knapp 3000 Beton-Stelen dort errichtet wurden und sie unterrichteten mich ebenfalls, wie ich mich dort zu verhalten habe. Ich weiß noch heute, wie aufgebracht meine Eltern schon damals waren aufgrund des Verhaltens vieler Personen. Eltern, die ihre Kinder zwischen den Stelen „Verstecken“ spielen ließen oder Jugendliche, die auf den Blöcken geschmacklose Selfies schossen sind nur einige Beispiele. Vor einigen Monaten wurde ich mit diesem Thema erneut konfrontiert, als ich einen Artikel über den in Berlin lebenden Künstler und Satiriker Shahak Shapira las. Dieser erhielt mit seiner Aktion „Yolocaust“ viel Zuspruch, erntete aber auch einiges an Kritik. Für diese Initiative bearbeitete er Selfies oder selbstdarstellerische Fotos, am Mahnmal geschossen, indem er im Hintergrund historische Fotos des Holocaust platzierte. Somit posiert man unter Umständen nicht mehr vor dem Mahnmal, sondern vor einem Haufen Leichen oder abgemagerten Häftlingen. Ein zugegebenermaßen drastisches Mittel, jedoch ein, meiner Ansicht nach gelungener Ansatz, um die Gesellschaft für diesen bedeutenden Teil der Geschichte zu sensibilisieren. Denn all das zeigt, in welchem Maße das Thema Holocaust bereits aus unseren Köpfen verdrängt wurde. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es erfolgsversprechend ist den Besuch einer NS-Gedenkstätte an allgemeinbildenden Schulen zur Pflicht zu machen, um junge Menschen diesbezüglich intensiver aufzuklären und wie oben beschriebene Szenen zu vermeiden. Bisher ist das nur in Bayern der Fall.


Mit dieser Frage befasst sich auch der Artikel „Holter gegen Pflichtbesuch für Schüler“ aus der TA vom 20.08.2018. Es gibt einige Stimmen, die einen Zwangsbesuch für sinnlos oder gar kontraproduktiv halten, so zum Beispiel Linke-Politiker und Bildungsminister von Thüringen Helmut Holter. Er sieht „Zwang als das falsche pädagogische Mittel“ und spricht sich dementsprechend gegen Pflichtbesuche aus. Bestätigen lässt sich diese Aussage zunächst damit, dass Zwang von Natur aus auf Gegenwind stößt. Bei vielen Jugendlichen, vorwiegend denen, die sich wenig bis gar nicht mit diesem Thema beschäftigt haben, würde eine solche Maßnahme unweigerlich zu einer Trotzreaktion führen. In gewisser Weise ist dies auch nachvollziehbar. Würde ich gezwungen werden irgendetwas anzuschauen oder zu tun, womit ich mich bis dato nicht beschäftigt habe und es auf Anhieb nicht interessant klingt, wäre ich auch nicht gerade erfreut und würde mich zunächst widersetzen. Eine weitere Gefahr liegt darin, dass eine Gedenkstätte nicht als solche begriffen wird, sondern dass so ein Besuch wie ein Wandertag abgehandelt wird oder dieser Ort nur als historischer Abenteuerspielplatz Beachtung erhält. Schließlich bringt es nichts, über das Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers zu laufen, ohne zu wissen, was dort damals warum geschah. Dabei kommen auch die Lehrer ins Spiel.
Wird der Unterricht nicht ausreichend aufbereitet und in diesem der Besuch umfangreich vorbereitet, bringt der Besuch einer Gedenkstätte rein gar nichts, denn leider kann ich aus meinem Freundeskreis berichten, dass dieses Thema in vielen Haushalten viel zu kurz kommt und bei vielen Jugendlichen somit kaum Basiswissen vorhanden ist.
Eine Gedenkstätte sollte nur mit nötigen Vorkenntnissen und dem nötigen Respekt besucht werden, denn sonst tut man sich selbst und den Opfern keinen Gefallen. Ein unmotivierter Lehrer kann diesen Besuch auf seiner To-Do-Liste wie Bier auf seinem Einkaufszettel für das Wochenende abhaken.
Ein weiteres Gegenargument kann die emotionale Beanspruchung für einige Schüler sein. Für viele Schüler kann es sehr schwer zu verarbeiten sein die Haare von auf bestialische Weise ermordeten Menschen aufgetürmt hinter einer Glasscheibe zu sehen oder Bilder von Leichenbergen anzuschauen. Auch für mich waren sechs Stunden Auschwitz sehr emotional und belastend, ich kann mir vorstellen, dass es für einige Schüler schon fast eine Qual ist, auf diese Weise die Ausmaße menschlichen Wahnsinns zu erfahren. Es wäre moralisch verwerflich solche Leute dazu zu zwingen sämtliche Impressionen von einem solchen Ort aufzusaugen. Zugegeben, es besteht nahezu immer die Möglichkeit gewisse Teile einer Führung auszulassen oder eine Pause einzulegen, aber häufig merkt man erst, dass es zu viel des Guten war, wenn es bereits zu spät ist. In diesem Fall, wenn man bereits vor der Glaswand, hinter der sich die Haare auftürmen, steht.
Wenn man über diese Situation nachdenkt, könnte man darüber diskutieren, ob es nicht doch genug ist dieses Thema ausführlich im Unterricht zu besprechen und den Hinweis auf eine Gedenkstätte zu geben und es doch bei der Freiwilligkeit für solche Besuche zu belassen. Auch Holter setzt auf Freiwilligkeit, denn seiner Meinung nach sollte man „...die Hürden für Exkursionen so niedrig wie möglich halten.“. Er befürwortet also den Besuch einer NS-Gedenkstätte durch junge Menschen durchaus, jedoch nicht unter dem Deckmantel des Zwangs. „Die Hürden so niedrig wie möglich halten“ kann man, indem man, wie bereits beschrieben, die Schüler zu diesem Thema hinführt und versucht, falls noch nicht vorhanden, das Interesse dafür zu wecken. Dies würde sich zum Beispiel durch Hausaufgaben in Form von Eigenrecherche zu sämtlichen Aspekten des Nationalsozialismus und des Holocaust realisieren lassen. Empfehlenswert ist es dabei regionalen Bezug herzustellen, da sich die Schüler damit unter Umständen besser identifizieren können, beispielsweise durch die Recherche über auf Stolpersteinen versehene Namen. Durch solch eine Recherche würden Schüler erkennen, dass sich das Grauen damals unmittelbar vor ihrer Haustür abgespielt hat und viele Holocaust-Opfer im selben Alter waren, in dem die Schüler heute sind.
Dadurch dürfte bei einem Großteil der Schüler Interesse geweckt und Pietät, Sensibilität und Verständnis gefördert werden. Die Anwendung von Zwang wäre vielleicht gar nicht mehr nötig. Allerdings nur vielleicht, denn es ist davon auszugehen, dass die oben dargestellte Maßnahme sehr vereinfacht ist und in gewissem Maße einem Wunschdenken gleicht, denn einige Schüler neigen dazu auch solche Aufgaben als lästigen Raub ihrer
Freizeit abzustempeln. Man könnte jetzt in ein Muster verfallen und sagen, dass Lernen in der Schule zum Teil sowieso auf Zwang basiert und dass man somit auch den Besuch einer NS-Gedenkstätte in dieses Schema packen könnte, doch das wäre genau das, was einen Besuch vollkommen nutzlos machen würde.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster ist derweil mit der Darstellung des Judentums in deutschen Schulen unzufrieden, wie er im Artikel „Holter gegen Pflichtbesuche für Schüler“ kundgibt. Er behauptet, es gäbe dort „zuweilen Bilder, die von antisemitischen Stereotypen geprägt sind und damit eher an den „Stürmer“ erinnern, als dass sie eine sachliche Darstellung bieten würden“. Diese Aussage empfinde ich als sehr überspitzt und nicht gerechtfertigt. Während meiner gesamten Schullaufbahn hatte ich nie das Gefühl, dass uns ein judenfeindliches Bild vermittelt wurde oder dass die Taten des NS-Regimes in irgendeiner Form verharmlost wurden. Somit finde ich den Vergleich mit dem „Stürmer“ völlig unangebracht. In einem Punkt stimme ich mit Schuster jedoch absolut überein und zwar, dass „das Thema Judentum nur sehr rudimentär aufgezeichnet wird“. „Judentum beschränke sich nicht auf die Zeit zwischen 1933 und 1945.“, wird in dem Artikel ausgeführt. Das kommt meiner Meinung nach in der Schule zu kurz. Schuster spricht sich für einen Pflichtbesuch einer KZ-Gedenkstätte aus, merkt aber auch an, wie ich bereits oben beschrieben habe, dass dieser Besuch „von Lehrern angemessen vor- und nachbereitet werden muss“. Mit dieser Forderung gehe ich ebenfalls absolut konform.
Gründe, eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen gibt es jedenfalls viele. Angefangen damit, dass in der Schule sehr viel Wissen vermittelt wird, was der Normalbürger in seinem Leben niemals wieder braucht, über einen Besuch einer Gedenkstätte aber diskutiert wird. Ein Besuch, der für die Bildung beziehungsweise Weiterbildung des Weltbildes eines jungen Menschen essenziell sein kann, wird gegenüber dem Lernen des Ablaufes der Proteinbiosynthese hintenangestellt. Weiterstricken kann man dieses Argument, indem man darüber nachdenkt welche „unnötigen“ Wandertage/Exkursionen in der Schule durchgeführt werden. Wenn ich beispielsweise den Mehrwert eines Besuches in Auschwitz mit dem eines Besuches des Klärwerkes in Mihla vergleiche, dann kann man eigentlich nur zu dem Entschluss kommen, dass in der Bildungspolitik, zumindest in
solchen Fragen, falsche Prioritäten gesetzt werden. Wie ich vorhin bereits geschrieben habe, ist außerdem nicht jeder Jugendliche in der glücklichen Lage von seinen Eltern an dieses Thema herangeführt zu werden. Wo soll das sonst passieren, wenn nicht in der Schule? Natürlich kann man auf ein gewisses Maß Eigeninitiative hoffen, doch gewährleistet ist das nicht. Zwischen dem Hier und Jetzt und dem Nationalsozialismus ist historisch gesehen nur ein Wimpernschlag vergangen und dieses Thema/Problem scheint heute nach über 70 Jahren aktueller denn je zu werden. Betrachtet man die politische Entwicklung in unserem Land, ist es dringend von Nöten, dass sich jeder Jugendliche mit unserer Vergangenheit befasst. Und wie soll das besser umgesetzt werden, als durch den Besuch eines Ortes, an dem vor nicht allzu langer Zeit das Ausmaß menschlichen Hasses zugegen war? Denn an so einem Ort passiert das Entscheidende, das, was kein Schulbuch jemals schaffen wird. Sitzt man im Klassenraum, erscheint alles so weit weg, es geht einen nichts an. Die Wissensvermittlung ist sehr „trocken“ und für viele nicht greifbar. Begibt man sich auf das Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers, entwickelt sich Empathie gegenüber den Opfern des Holocaust. Vielen wird erst in solchen Momenten die
Wichtigkeit dieses Themas bewusst. Den sechs Millionen ermordeten Menschen müssen Gesichter und Geschichten gegeben werden. Hört man die Zahl der Opfer im Unterricht, ist das zwar erschreckend, aber oft nicht greifbar. Erst wenn man sich mit den einzelnen Schicksalen auseinandersetzt, erhält man einen tieferen Einblick in die damalige Zeit.
Sieht man die Unmengen an persönlichen Gegenständen, die zum Beispiel in Auschwitz ausgestellt sind, erkennt man, wie viele Leben und Generationen auf brutalste und sinnloseste Art ausgelöscht wurden. Es ist, als ob die Opfer an diesen Orten weiterleben und ihre Geschichte an die Nachwelt weitergeben. „Empathie“ ist das Schlüsselwort, ein entscheidender Grund dafür solche Orte zu besuchen. Erst wenn man Empathie entwickelt, lernt man aus der Vergangenheit. Wie ich bereits angedeutet habe, ist so ein Besuch emotional sehr belastend. Dies kann, wie ich oben bereits beschrieben habe, eine abschreckende Wirkung gegenüber solchen Orten bewirken. Auf der anderen Seite kann gerade das der entscheidende Grund für einen Besuch sein. Man kann sich dazu entscheiden weiter mit verschlossenen Augen durch die Welt zu gehen und nur das Schöne auf unserem Planeten wahrzunehmen, oder man öffnet seine Augen und erkennt, welche erschreckende Schattenseiten die menschliche Existenz hervorgebracht hat und generell bereit ist hervorzubringen.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich den Besuch einer NS-Gedenkstätte in aller Regel für sehr sinnvoll und wichtig für die Entwicklung eines jungen Menschen halte. Ich bin definitiv davon überzeugt, dass dieser Teil unserer Geschichte bei jedem Menschen ins Bewusstsein rücken muss. Für mich gibt es keinen entscheidenden Grund eine NS-Gedenkstätte nicht zu besuchen, im Gegenteil, es gibt sehr viele Gründe, die dafürsprechen. Das einzige Problem sehe ich darin, dass immer das Potential da ist, dass einige Schüler nicht reif genug für so eine Exkursion sind. Doch wenn dieser Besuch im Unterricht umfangreich vor- und nachbereitet wird, sollte dieses Problem von der Bildfläche verschwinden. Wenn es gewährleistet ist, dass alle Schüler mit dem nötigen Ernst und Respekt zu einer NS-Gedenkstätte aufbrechen, sehe ich nichts, was gegen obligatorische Exkursionen dieser Form spricht, denn dieses Thema tangiert jeden Menschen in unserer Gesellschaft. Und selbst anfangs weniger begeisterte Schüler würden von so einem Besuch mehr mitnehmen, als von einem Besuch im Klärwerk Mihla. Hoffentlich schafft man es mit solchen Besuchen auch, dass das Thema Holocaust bei zukünftigen Generationen von Schülern verstärkt ins Bewusstsein rückt, sodass Shahak Shapira zukünftig kein neues Material für seine Aktion „Yolocaust“ verwerten muss.


(01/2019 Felix; Ek)

Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" (1995) wurde zu einem der erfolgreichsten Werke der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Welterfolg dieses Buches ist vor allem der zeitgeschichtlichen Dimension des Romans, insbesondere in der Auseinandersetzung der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit zu suchen, wobei hier nicht die Sichtweise der Opfer, sondern die einer Täterin und ihres jugendlichen Geliebten im Mittelpunkt steht. Schülern der Oberstufe bietet der Roman durch die Lektüre vielseitige Denkanstöße. Die vorliegenden Bilder zeigen Ergebnisse einer kreativen Auseinandersetzung mit dem literarischen Werk im produktionsorientierten Unterricht.

(BC)

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Klasse 8L setzte sich im Deutschunterricht mit dem Lied "Mensch" von Herbert Grönemeyer auseinander. Nach der der intensiven Beschäftigung mit dem Originaltext schrieben die Schüler eigene Strophen, welche hier vorgestellt werden...

Herbert Grönemeyer "Mensch“  - Fortsetzung der Klasse 8L

Bald schon ist´s richtig. Bald schon ist´s gut.
Manche Menschen sind flüchtig
und andere zieh´n den Hut.
Wo ist der Sinn des Lebens?
Wenn niemand ihn uns gibt.

Momentan ist richtig, momentan ist gut.
Nichts scheint wirklich richtig
Nach `nem Tief kommt auch ein Hoch
und so leb´ ich weiter Tag für Tag,
Nacht für Nacht
Niemand ist wirklich bei mir, niemand
gibt auf mich Acht.

Momentan ist richtig. Momentan ist gut.
Es ist wirklich wichtig,
an das zu glauben was man denkt.
Denn all die anderen, können sagen, was sie wollen,
wenn du dir sicher bist, wirst du auch diese Hürde nehmen.

Was ist Leben?
Sich sehr bemühen, trotz vergebens?
Ist es geben oder nehmen?
Vielleicht jeden Tag zu üben und zu lernen.
Doch wie viel davon meiner Zeit zu stehlen?
Doch das Leben trübt sehr oft.

Jetzt ist nichts mehr wichtig.
Jetzt ist nichts mehr gut.
Alles ist nun richtig
Fühl‘ ich Trauer oder Wut?
Den Sinn des Lebens
Soll ich finden, doch Verstand
Bringt mich nicht weiter
Gib mir deine Hand!

Die Gedanken kreisen.
Aufgewühlt und ungezähmt.
such nach richt´chen Worten,
doch ich bin wie gelähmt.
Froh, geliebt und glücklich
ist schon lange her.
Aber jetzt nicht aufgeben
fällt wirklich schwer.

Und der Mensch heißt Mensch,
weil er seine Stärken und Schwächen zeigt
und weil mit seiner Familie Zärtlichkeit teilt,
weil er lacht, weil er weint,
und seinen Freunden verzeiht.
Du fehlst!

Wir schließen unsere Arme,
das Glück ist endlos groß,
wir teilen den Reichtum auch
mit Armen, und lindern ihre Not.
Der Himmel streckt uns allen
die Hand begrüßend aus,
es soll gar wohl gefallen
dem Mensch in seinem Haus.

Vergangenes ist erledigt, Vergangenes ist vorbei,
halt mir keine Predigt, macht nicht so viel Geschrei.
Ich habe meine Fehler, in mir kocht die Wut,
wandle durch Berg und Täler, am Ende wird’s gut.

Der Mensch heißt Mensch,
weil er schreit, weil er schweigt
und weil er ruht und steht,
einfach da ist und dann fehlt...
Du fehlst!

Wenn die Wolken vergehen, kann der Mensch den Himmel sehen
Wozu der ganze Neid, teil mit mir dein Leid.
Ich sperr es für dich weg, denn all das ist nur Dreck.
Wir gehen am Strand des Lebens entlang und am Ende in den Sonnenuntergang.

Manchmal ist das Herz rot. Manchmal schwarz.
Es ist wie es ist.
Mein Körper weint, wenn er dich vermisst.
Oh es tut weh, weil er an dich denkt.
Ich will dich sehen. Ich will nur deine Stimme hören.

Jeder Mensch reist durch die grenzende Welt,
jedoch ohne sein geliebtes Zelt.
Bunte Bilder erscheinen uns im Licht.
Selbst unser atemloser Gedanke spricht.

Erstmal zur Arbeit, abends noch zur Bank.
Für nichts richtig Zeit, schiebt seine Träume an den Rand.
Manchmal überlegt er, wo ist das Leben hin?
Doch für ihn ist´s okay.
Vielleicht ergibt es bald einen Sinn.

 
Am 31. Januar 2018 haben wir das Schloss Friedenstein in Gotha besichtigt.
Zwei nette Damen empfingen uns im Innenhof.
Nun wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe einen Rundgang
durch das Schloss bekam, ging die andere ins Eckhoftheater.
Beginnen wir mit dem Schlossrundgang.
Zuerst schritten wir eine elegante, gemütliche Treppe hinauf.
Danach bekamen erstmal alle riesige Filzpantoffeln.
Jetzt rutschten wir über das Parkett durch die Gänge.
 
 

Wir schlitterten weiter durch viele kleine Räume.
Am Ende des unendlichen Ganges befand sich eine Fake- Tür.
Das Schloss hatte jedoch noch mehr Trick auf Lager.
Zum Beispiel eine geheime Kammer oder ein Abhörrohr im Boden.
Der Grund für die vielen Räume waren wahrscheinlich die 18 Kinder des Herzogs.
Von  welchen jedoch nur neun überlebten.
Dieser Herzog war nicht dumm, denn er wusste, wie er seine Kinder beschäftigen konnte.
Alle samt hatten einen strengen Stundenplan erhalten.
Diese Herzogskinder hatten alles andere außer Freizeit.
Auf dem Programm stand lernen, lernen, lernen und gerade mal eine Stunde Freizeit pro Trag.
Diesem Herzog können wir auch die Schulpflicht verdanken.
Außerdem ist das Schloss prächtig verziert , es gibt viele Portraits und Deckengemälde.
 
 

Nun zum Eckhoftheater.
Das Theater war zur damaligen Zeit sehr modern,
 denn es hatte eine „3D - Bühne“ und im wahrsten Sinne des Wortes Rampenlicht.
Außerdem konnte man das Bühnenbild verändern.
 

Zum Schluss durften wir auch etwas auf der Bühne vorführen.
Unser Ausflug ins Schloss Friedenstein hat viel Spaß gemacht und war sehr interessant.
 
Carolina Röth & Jil Nowatzky (Klasse 7F1)
 
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