Unser soziales Engagement

„Eligement“ -unter diesem Namen wird zukünftig alles stattfinden, was mit dem sozialen Engagement unserer Schule in Verbindung zu bringen ist. Die Heilige Elisabeth, unsere Namenspatronin, als Vorbild nehmend, wollen auch wir uns noch mehr sozial engagieren, noch mehr Projekte ins Leben rufen und vor allem eins: noch mehr Menschen helfen. Mit diesem Ziel vor Augen entstand der Name „Eligement“ und nun gilt: tun!

Über soziale Projekte, die zu Traditionen geworden sind, wie zum Beispiel der alljährliche Grabbelsack bis hin zu neuen Projekten wie der Planpatenschaft für zwei Kinder aus Bangladesch und Vorhaben, die noch nur gedanklich existieren, wird hier alles zu finden sein.

Schülerinnen des Elisabeth-Gymnasiums besuchen regelmäßig Bewohner des Altenpflegeheimes „Haus Wartburgblick“
 
Den Schulvormittag geschafft und endlich chillen, mit Freunden abhängen oder sich beim Chatten im Netz verlieren? Weit gefehlt, jedenfalls bei Leila, Lena, Lucy  und Elea. Denn die vier Mädchen aus der Klasse 6F gehören der Projektgruppe „Jung und Alt begegnen sich“ an, die seit Dezember letzten Jahres besteht und eine Sparte unserer Kooperation mit dem Altenpflegeheim „Haus Wartburgblick“ ist. Alle zwei Wochen, nach einem festen Plan,  treffen sich die etwa 15 Schülerinnen und Schüler einen Nachmittag lang mit Bewohnern. Inzwischen kennen sich die Mädchen schon gut in „ihrem“ Wohnbereich aus und werden bei Ankunft freudig begrüßt: „Jetzt kommt wieder Leben in unser Haus!“, so eine betagte freundliche Dame.
 
 
Die Schülerinnen, die von einem Betreuer des Hauses begleitet werden, dürfen wählen, ob sie ihre Zeit mit Senioren im Zimmer verbringen möchten oder in größerer Runde im Wohnbereich. Elea und Lena besuchen heute eine über Siebzigjährige, die aufgrund mangelnder Mobilität nicht mehr am Gemeinschaftsleben der Station teilhaben kann. Dass sie aber mental noch wirklich fit ist, beweist sie den Mädchen: während diese Anfänge von bekannten und auch weniger bekannten Sprichwörtern und Redensarten vorgeben, vollendet sie diese im Handumdrehen.
 
 
Indessen haben Lucy und Laila ein großes Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel auf dem Gruppentisch vorbereitet und spielen gemeinsam mit einigen alten Damen. Manchmal müssen sie beim Figurenrücken helfen, weil die Feinmotorik nicht mehr so gut funktioniert, manchmal auch die Regeln erklären, weil vieles in Vergessenheit gerät. Das erfordert nicht nur Geduld, sondern auch Verständnis für demente Menschen, eine Erfahrung, die ganz wichtig ist. An anderen Tagen stehen andere Spiele, wie zum Beispiel Memory oder Quartett auf dem Programm, Rätsel werden gelöst oder aus der Zeitung vorgelesen. Auch kleine Spaziergänge an der Hörsel entlang haben Jung und Alt bereits gemeinsam erlebt.
 
 
 
Elea freut sich besonders auf die Gespräche mit den älteren Menschen, die gern und oft aus ihrem Leben erzählen – manchmal Spannendes, manchmal Lustiges, aber manchmal auch Trauriges. Leila ist immer wieder überrascht, woran sich die Senioren noch alles erinnern. Dabei vergeht die Stunde oft wie im Flug.
Was ist den engagierten Schülerinnen am wichtigsten? Elea möchte an ihrem Nachmittag die alten Menschen, die oft kaum oder sogar keinen Besuch mehr bekommen, ein Stück Gemeinschaft schenken. Auch Lena findet es gut, dass die Heimbewohner den  Kontakt zu jungen Generationen nicht verlieren und eine Verbindung nach außen bleibt. Leila schätzt besonders den Austausch miteinander.
 
 
 
Dass die regelmäßigen Besuche der Eli-Gymnasiasten eine freudig erwartete Abwechslung für die Bewohner des Seniorenheimes sind, kann man an ihren Gesichtern ablesen: wieder ein gefüllter und erfüllter Nachmittag, an dem sich Generationen treffen und einander Zeit und Freude schenken – ganz im Sinne der heiligen Elisabeth.
Und hast du jetzt vielleicht Lust bekommen, Teil der Projektgruppe zu werden, dann melde dich bei Frau Arnold, Frau Brehm oder Frau Eckert.
 
 
 
Neben den regelmäßigen Besuchen der Projektgruppe beleben jährliche Chorauftritte in der Vorweihnachtszeit oder im Frühjahr die Kooperation zwischen dem Seniorenheim und unserer Schule. Auch diese sind für Jung und Alt eine echte Herzensangelegenheit.

   (EK, 12.03.2020/ BC)

Halima und Takbir leben in dem Programmgebiet Bhola, welches Süd-Zentral in Bangladesh liegt.
Die Situation in dem Gebiet ist schwierig. Auch wenn Kinder und Jugendliche etwa 40% der Bevölkerung bilden, werden diese jungen Menschen in der Schule unterdrückt, zuhause zwangsverheiratet und in der Gesellschaft ihrer Rechte beraubt. Auch wenn die Kinderrechte auf dem Papier stehen, scheitert es letztendlich an der Kontrolle der zuständigen Behörden.
Bildung ist zwar in dem Sinne gewährleistet, dass nahezu 99% der Kinder eine Schule besuchen, kann aber durch eine unangemessene Unterbringung der Lehrkräfte, fehlendes Bewusstsein der Eltern, fehlende Koordination zwischen den Einrichtungen und eine schlechte Funktionalität der Regierung nicht quantitativ und hochwertig gestaltet werden.
In Sachen Gesundheit, Hygiene und Trinkwasser konnte die Organisation, über die auch wir die Patenschaften laufen lassen, also PLAN INTERNATIONAL, zwar schon einiges bewirken, dennoch ist dieser Status nicht zufriedenstellend.

Takbir ist ein 10-jähriger Junge, welcher eine Grundschule in Bhola besucht und mit seinen beiden Eltern in einem Haus aus Metall und Blech, von welchem aus er in weniger als einer halben Stunde die Schule sowie eine Gesundheitseinrichtung erreichen kann. Er hat alle Grundimpfungen und, laut Aussage seiner Familie, keine schweren Erkrankungen.

 


Bei Halima sieht es ähnlich aus. Sie ist acht Jahre alt, besucht eine Vorschule und lebt, genau wie Takbir, mit ihren Eltern in einem Haus aus Blech und Metall. Ihr Schulweg beträgt, genau wie der zu der nächsten Gesundheitseinrichtung weniger als 30 Minuten und auch sie ist, so sagen es ihre Eltern, gesund und hat alle Grundimpfungen.

(AR; 14.06.2019/BC)

JUNG und ALT begegnen sich – unter diesem Motto startet im nächsten Schuljahr unser gemeinsames Projekt mit dem Seniorenheim Wartburgblick. Für dieses suchen wir genau DICH!


Bist Du interessiert, dann melde dich bei Frau Arnold bis zum 5.7.2019. Genauere Informationen kannst du auch dem Flyer hier auf der Seite oder im Schaukasten im Foyer nachlesen.

 

 

(AR, 13.06.2019/BC)

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