Am 12.11.2021 sahen sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10-12 des Elisabeth-Gymnasiums das Theaterstück „The Wave“ der American Drama Group Europe im Landestheater Eisenach an. Begleitet wurden sie von den Englischlehrerinnen Frau Führer, Frau Gentzsch, Frau Höppner und Frau Nürnberger.

Die Rückmeldungen der SchülerInnen waren grundlegend sehr positiv. Exemplarisch verfasste die Schülerin Basma Jantscher eine Rezension, die den Theaterbesuch treffend zusammenfasst:

„Bei mir persönlich hat es einen intensiven Eindruck hinterlassen. Die Handlung des Theaterstücks sollte den meisten schon bekannt sein. Eine Gruppe von Schüler*innen wird durch ihren Geschichtslehrer Teil eines sozialen Experiments. Sie sollen mithilfe von Werten wie Disziplin oder Gemeinschaft nachvollziehen können, wie im 20. Jahrhundert die Nazis in Deutschland an die Macht kommen konnten. Im Laufe des Stücks steigern sich die Beteiligten zunehmend in die Situation hinein und formieren eine elitäre Gruppe – „ die Welle“. Die Aufführung wurde bloß von einer Handvoll an Darsteller*innen inszeniert. Die Schauspieler*innen schlüpften teilweise in Doppelrollen und verliehen dem Geschehen so eine gewisse Dynamik. Das Bühnenbild bestand lediglich aus einigen Kartons und Kisten, welche während des Stücks zu immer neuen Formen und Schauorten umgeordnet wurden. So entstand aus einem gemütlichen Wohnzimmer auf einmal ein Auto, in dem ein Vater mit seiner Tochter saß. Das wirklich Besondere waren für mich aber die Schauspielkunst und die englische Sprache. Mit einfachen Vokabeln und Satzstellungen wurde eindrücklich eine schwierige Thematik vermittelt. Man konnte als Zuschauer*in mitverfolgen, wie sich die Situation immer mehr zuspitzte und zu eskalieren drohte. Auch durch originales Filmmaterial von Adolf Hitler wurde die Botschaft des Stücks verstärkt. Zwischen den einzelnen Szenen  sangen die Darsteller*innen, ähnlich zu einem Musical, acappella einige Stücke. Es verlieh dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit und bot Abwechslung, nahm dem Theaterstück aber auch wiederum seine Spannung. Man wurde gewissermaßen durch die Lieder vom wirklich Wichtigen abgelenkt. Alles in allem hat mir das Stück aber sehr gefallen. Es stellte einen komplexen Sachverhalt, nämlich die Dynamik von Gruppen, sehr einfach und verständlich dar, sodass die Zuschauer*innen sich ihre eigene Meinung bilden konnten.“

I. Führer (23.11.2021/TL)

 

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