Liebe Schüler und Schülerinnen, sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,

 

“Wie Klingt Eisenach”

 

 

Projekt für das Elisabeth Gymnasium in Eisenach

 

Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Theo Nabicht, Musiker, Komponist und arbeite als freischaffender Musiker. Meine hauptsächliche Beschäftigung ist, das Spielen von Musik,

die in unserer Zeit komponiert wurde. Meine Musik führt mich um den ganzen Globus, ich spiele Klarinetten und Saxophone. Mein Favorit dabei ist die Kontrabassklarinette.

 

In Projekten für Städte wie Wien, Paris, London, Moskau und Berlin bin ich der Frage nachgegangen, wie diese Städte klingen.

Für mich als Musiker ist das ein faszinierender Gedanke, eine Stadt aus Klang. Und noch erstaunlicher finde ich, dass man diese Städte am Klang erkennen kann (oder nicht?)

 

Nach Eisenach hat mich die Einladung geführt, als Musiker und Komponist mit meinen musikalischen Konzepten die Stadt zu beleben.

Als ich das erste Mal durch Eisenach ging, war mir klar, dass ich gern ein Hörprojekt für diese Stadt machen möchte.

Mich interessieren folgende Aspekte:

  1. Ist die Stadt laut oder leise, was sind die Geräusche, die die Stadt überwiegen, was sind Geräusche die wir fast nicht wahrnehmen, gibt es Besonderheiten, die nur diese Stadt

ausmachen, was verbinde ich mit diesen Besonderheiten, wie klingt ein Bäcker oder ein Café, der Fleischer, eine Autowaschanlage, der Bahnhof, der Friseur, welche Sprache hören wir

und welchen Dialekt, gibt es viele Sprachen oder nur eine, was verbinde ich mit diesen, und vieles mehr,

  1. wie klingt meine Heimat und gibt es das überhaupt einen Klang der Heimat ausmacht, wie klingt mein zu Hause, was verbinde ich damit, was ist typisch und was gibt es nur bei

mir, wie klingt meine Schule, ist sie leise laut? Könnte ich sie von anderen Schulen nur vom Hören unterscheiden…. Gibt es unbekannte Geräusche, die mir fremd sind, die mir Angst

machen,

 

Das Projekt soll in zwei bis drei Etappen stattfinden.

 

  1. Schritt: Wir nehmen mit unserem Handy oder anderen Aufnahmegeräten alles auf, was uns hörenswert erscheint und mit der Stadt zu tun hat. Wichtig ist, dass wir uns notieren,

merken wie auch immer, wer, wie, wo und wann wir die Aufnahmen gemacht haben. Danach wird das Material auf dem Schulserver hochgeladen.

  1. Schritt: Wir hören die Aufnahmen an, stellen sie uns gegenseitig vor, kartografieren sie und erstellen einen Stadtplan nach den Geräuschen/Klängen.

Wahrscheinlich müssen wir dann nochmal zusammen in die Stadt gehen und die Sachen ein zweites Mal hören und aufnehmen.

Wir entwickeln ein Ausstellungskonzept für das Museum der Stadt und präsentieren unsere Arbeit dort.

 

Ab jetzt wird es vage, weil die Finanzierung noch nicht steht: Ich würde gern Hörspaziergänge organisieren und auch kleine Konzerte in der Stadt, die man mit den Hörorten verbindet.

 

Für mich ist dieses Projekt nicht nur ein musikalisches, sondern ein gesellschaftliches, was viele Aspekte unseres Zusammenlebens einschließt.

 

Ich würde mich freuen, wenn ich viele Schüler mit diesen Ideen anstecken könnte, da es uns alle braucht um die unterschiedlichen Hör- Sichtweisen einer Stadt herauszubekommen.

Jeder sieht, hört und fühlt anders. Das ist für mich das Spannendste und zusammen ergibt es etwas Besonderes.

 

Über zahlreiche Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

Theo Nabicht

 

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